Doris's profileDoris in PortoPhotosBlogListsMore ![]() | Help |
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January 27 eins zwei drei - un dois trêsEines Tages waren wir in einer der ca. 8 riesigen Shopping-Malls der Stadt auf der Suche nach Nahrung. Die Einheimischen sind wahnsinnig stolz auf ihre Einkaufszentren und verbringen auch all ihre Freizeit dort. In jeder dieser Malls gibt es ein Stockwerk voll mit Filialen aller Fast-Food-Ketten dieser Erde und alle sind sehr gut besucht. Nach kurzen Überlegungen landeten auch wir bei Mc Donalds und waren auch gleich mit unserer Bestellung dran. Fazit: Andi sollte die portugiesischen Zahlen wohl noch etwas sorgfälltiger lernen, denn anstatt nur einem Chicken Mc Nuggets Menü bekam er gleich zwei. Er hat auch alles richtig brav aufgegessen nur ging es ihm danach nicht mehr so gut. Mahlzeit Andi.
Busfahren in Porto oder Tagadafahren ohne Frischluftversorgung oder "Das rollende Altersheim"Busfahren hier in Porto ist immer wieder aufs Neue eine Challenge und daher auch einen eigene Eintrag wert. Ihr glaubt jetzt bestimmt: „Ja ja, die Doris übertreibt sicher da sie ja zuhause sowieso nie zu Fuß geht geschweige denn in einen Bus einsteigt sondern jede noch so kleine Distanz mit dem Auto bewältigt. Nein, bitte glaubt mir es ist wirklich eine Odyssee. Damit ihr mir irgendwie Glauben schenken und annähern nachvollziehen könnt was ich hier durchmachen muss will ich auch ein paar kleine Impressionen und Episoden von uns und dem Bussystem schildern. Fahrpläne Am 01.01.2007 wurde das Bussystem hier in Porto komplett umgestellt und nichts war mehr wie früher. Na, da sind wir ja gerade richtig angekommen. Natürlich befand sich in unserem Willkommens-Package der Universität auch ein Busplan. Nur dass das noch der alte war das kann ja keiner wissen. Deshalb waren wir anfangs ziemlich verwundert als wir bei den Haltestellen standen und uns Busse mit Nummern entgegenkamen die wir nirgendwo auf unserem Plan finden konnten. Natürlich warteten wir auch auf Busse mit Nummern die es einfach nicht mehr gab. So sind wir eigentlich ziemlich schnell draufgekommen, dass unser Busplan eher wertlos ist und machten uns auf die Suche nach einem neuen Plan. Erste Anlaufstelle und vollkommen davon überzeugt, dass wir dort fündig werden – Zentrale der Busgesellschaft. Denkste. Hier in Portugal braucht halt alles etwas länger. Man bedenke, dass noch immer die Weihnachtsdekoration überall in der Stadt hängt, man noch Christbaumkugeln kaufen kann und man in den Geschäften noch immer die Einkaufssackerl mit der Aufschrift „Boas Festas“ bekommt. Aber was dort zu bekommen war waren Pläne für jede einzelne Linie. Also haben wir angefangen diese Dinger zu sammeln. Nur das Problem war, wollte man wirklich alle haben, hätte man sich eine eigene Mappe mit Busplänen anlegen müssen. Wir hatten dann die wichtigsten aber das Problem das dann auftrat war, dass man außer Haus geht, irgendwo ankommt auf einen Bus wartet, auf die Nummer sieht, in die Tasche greift und drauf kommt, dass man den gerade benötigten Plan zuhause hat dafür aber zehn andere in der Tasche hat. Schlussendlich schafften es wir am 20.01. also zwanzig Tage nach Erneuerung des Systems einen upgedateten Plan zu bekommen. Na geht doch. Fahrtzeiten Fahrtzeiten gibt es sind aber eher für die Wurst. Die einzige Möglichkeit die man hat ist sich zur Haltestelle zu stellen und zu warten. Es kann fünf oder auch vierzig Minuten dauern bis der nächste Bus kommt. Manchmal steht man 40 Minuten bei so einer Haltestelle (ich glaube wir sind bisher schon fast bei jeder einmal gestanden) und es kommt kein Bus. Dann aufeinmal kommen drei Busse hintereinander mit der gleichen Nummer. Man weiß nicht warum und wird es wohl auch nie erfahren. Im Bus Kommt endlich ein Bus und man steigt ein dann sieht es Drinnen folgendermaßen aus. Leute die Busfahren sind jene die noch nicht Autofahren dürfen, jene die zum Autofahren schon zu alt sind, jene die den Führerschein aus physischen oder psychischen Gründen nicht bekommen und Austauschstudenten die sich dafür hassen nicht mit dem Auto nach Porto gefahren zu sein. Natürlich sind dann auch meistens alle Fenster im Bus geschlossen denn sonst könnt es ja den alten Leuten auf den Rücken ziehen und daher kann man sich auch vorstellen wie dann die Luft in seinem Bus ist. Gut dass uns keiner versteht wenn wir wieder einmal sagen: „Wäh, da stinkts i glaub i muss bei da nächsten Haltestelle raus sonst schpeib i.“ Der Fahrstil der Busfahrer lässt auch sehr zu wünschen übrig. Die vordere Tür wird oftmals schon aufgemacht bevor der Bus steht und ist noch offen wenn der Bus schon wieder fährt. Wir sind auch im Glauben, dass die Busfahrer unter sich eine Challenge haben die heißt: „Wie viel Leute sind bei mir heute im Bus umgefallen und am Boden gelegen.“ So, jetzt ein paar ausgewählte Episoden: Doris will von Andi mit dem Bus nach Hause fahren Mit dem Wissen, dass der Bus bis 00:30 fährt gehen wir um 24 Uhr zur Bushaltestelle. Auf dem Weg sehen wir schon einen Bus vorbeifahren. Na gut den hab ich wohl versäumt. An der Bushaltestelle warten wir dann auf den nächsten. Die Bushaltestelle befindet sich auf einer Schnellstraße und ca. 50m vor ihr geht eine Straße nach Rechts. Nach ca. 30 Minuten Wartezeit sehen wir in der Ferne einen Bus kommen. Voller Freude greife ich in meine Tasche und zücke die Buskarte. Und dann trauten wir unseren Augen nicht. Vor unseren Nasen biegt der Bus rechts in die Straße ein und verschwindet im Nirgendwo. Wir laufen in diese kleine Straße und entdeckten dort eine Haltestelle mit der gleichen Busnummer. Bis heute wissen wir nicht warum der Bus nicht an der gehalten hat an der wir gewartet hatten. Vielleicht haben sie sie einfach vergessen abzubauen. Wer weiß. Pantomimischdarstellen – Bitte lieber Herr Busfahrer machen Sie auch die vordere Tür auf ich möchte gern aussteigen Nach der Uni stellte ich mich zu meiner Bushaltestelle um nach Hause zu fahren. Nach ca. zehn Minuten kommt dann auch ein Bus und ich steige ein. Hier ist das Einsteigen nur bei der vorderen Bustür möglich. Die hintere wird nur geöffnet wenn jemand aussteigen will. Der Bus war total überfüllt also musste ich vorne beim Busfahrer stehen bleiben. Dann fuhr der Bus mit mir und ca. 60 alten Menschen los. Schon beim Einsteigen überlegte ich mir wie ich zum Aussteigen komme. Es gab keine Chance bis zur hinteren Tür zu gelangen. Also hoffte ich einfach, dass bei meiner Station jemand einsteigen will, sodass der Fahrer auch die vordere Tür öffnen muss. Bei jeder Station wurden immer beide Türen geöffnet da immer jemand aus und einsteigen wollte. Dann kam meine Station immer näher. Gott sei Dank wollte noch jemand aussteigen und hat gedrückt, sodass ich schon mal die Sicherheit hatte, dass er stehen bleibt. Und dann kam endlich meine Station und es war natürlich niemand da der einsteigen wollte. Bus bleibt stehen. Hintere Tür geht auf. Vordere bleibt zu. So, was mach ich jetzt. Hab dann mal Stopp geschrieen und mit beiden Händen den Busfahrer erklärt, dass er auch bitte die Vordere aufmachen soll. Schlussendlich hab ich es dann doch noch aus dem Bus geschafft. An der Haltestelle An was wir uns jetzt schon gewöhnt haben da es uns schon öfters passiert ist, ist das wir bei einer Haltestelle stehen auf eine bestimmte Nummer warten, der Bus mit der Nummer kommt, die Leute aussteigen lässt aber die Tür zum Einsteigen nicht öffnet. Wir dann ziemlich verzweifelt in den Bus zum Fahrer sehen, er die Tür öffnet, irgendwas auf Portugiesisch sagt, wieder zu macht und wegfährt. Mh, naja dann warten wir halt auf den nächsten. Aber so wie heute sind wir von den blöden Bussen noch nie verarscht worden. Wir stehen an der Haltestelle für Bus # 903, 50 Meter davor ist noch eine Haltestelle für andere Nummern, und warten auf den Bus. Bus biegt die Straße herein und bleibt bei der vorderen Haltestelle stehen. Keine Chance mehr für uns den Bus zu erwischen. Naja, wir warten auf den nächsten. Nur schlau wie wir sind gehen wir natürlich zu der Haltestelle an der der Bus vorhin gehalten hat. Nächster Bus biegt ein und bleibt nicht da stehen wo wir jetzt stehen sondern fährt zur nächsten weiter. Wir laufen. Bus wartet. Wir wollen einsteigen. Fahrer sagt irgendwas und macht die Tür zu und fährt ohne uns weiter. Wir schauen nach unten und sehen den nächsten kommen. Laufen wieder zurück. Bus öffnet aber nur hinten und lässt keine Leute einsteigen. Mh, naja dann gehen wir halt auf die andere Straßenseite und hoffen, dass uns der Bus in die andere Richtung mitnimmt. Schlussendlich sind wir dann aber draufgekommen, dass wir eh in die andere Richtung mussten und wir falsch geartet hatten (Danke Andi). So, jetzt könnt ihr euch ungefähr vorstellen was ich hier durchmachen muss. Ca. eine Stunde am Tag verbring ich mit warten auf den Bus und weitere zwei Stunden mit sitzen in dem Bus.
January 10 Andreasch und DorischOlà...
Die letzten Tage waren sehr ereignisreich und sind auf alle Fälle einen Bericht wert...
Samstag 06.01.2007
Wir haben uns am späten Vormittag an der Uni getroffen und machten uns mit dem Bus auf ins Zentrum um die Stadt zu erkunden. Der erste Weg führte uns durch ein sehr seltsames Viertel an den Fluss...Dort genehmigten wir uns als Erstes natürlich einen Kaffee...Danach irrten wir bergauf bergab (ich glaube in dieser Stadt gibt es keine einzige ebene Straße...jetzt wissen wir auch warum uns der Erste den wir erzählt haben, dass wir uns ein Fahrrad kaufen wollen ausgelacht hat) in der Gegend herum, bis wir uns dazu entschlossen hatte uns in einen Doppeldecker-Sightseeing-Bus zu schwingen...Bin ich froh, dass wir die 90min Fahrt überlebt haben...man bedenke die doch etwas kühleren Temperaturen und die Äste der Bäume die uns immer wieder fast in unsere Gesichter schnaltzten...wir entdeckten auch gleich die Einkaufsmeile Portos - Rua de Santa Catarina - in der sich laut Reiseführer auch zwei sehr berühmte Cafès befinden...Cafè Majestic wird als sehr sehenswert beschrieben aber man sollte es wegen den hohen Preisen nicht besuchen...Wir dachten uns "Was kostet die Welt" und nix wie rein...mh, ich glaub diesen Luxus gönnt man sich nur einmal...der Cappuccino kostete unglaubliche € 2,50...wir können dieses Cafè wirklich nur empfehlen...ab 22:00 folgten wir einen weiteren Geheimtipp aus dem Reiseführer...Eine Bar die sich in einer 600m² Wohung im 4. Stock eines Hauses im Zentrum befindet...Ob es uns dort gefallen hat, dass lass ich jeden selbst beurteilen...Wir gingen um halb 7 in der Früh wieder....
Sonntag 07.01.2007
Erwachen mit dem ersten portugiesischem Kopfweh...Auch nicht schlimmer als das zu Hause...Es war dann immerhin schon Nachmittag und unsere Mägen knurrten...Also machten wir uns auf den Weg zum Supermarkt und kauften Katerfrühstück...Tiefkühl-Cordon-Bleu mit Fertigpüree...Wir waren überzeugt davon, dass man die Cordon-Bleu auch in der Mikro machen kann...Wieder zu Hause angekommen stellten wir fest, dass das Gas beim Herd aus war...Naja, dann muss man das Püree halt auch in der Mikro machen...Wie das mit dem Essen endete könnt ihr den Bildern entnehmen...Man kann es nicht in Worte fassen...
Montag 08.01.2007
Der erste Uni-Tag...11:00 Treffen beim Ersasmus (Eraschmusch) Meeting-Point...Immerhin waren wir ja doch zu sechst...Andi und ich, zwei Mädels aus Deutschland, ein Spanier der nicht Englisch kann, und eine Brasilianerin...ein lustiger Haufen...Wir machten einen Unirundgang, bekamen einen Teil unseres Stundenplans und das wars...Um 4 hatten wir dann auch gleich unsere erste Lehrveranstaltung (Television)...Andi, ich, Marie (dt. Mädel) und ca. 4 Portugiesen...Der Lektor schickte uns dann gleich wieder nach Hause da wir ja kein Portugiesisch können...Wir sollen ihm eine Mail schreiben und müssen irgendeine Arbeit machen...Naja, uns solls recht sein...Danach gings in die Stadt und wir machten uns unsere Ausweise für Bus und Metro...Nur ob ich das mit dem Bussystem jemals kapiere bezweifle ich stark...Für jede der ca. 30 Buslinien gibt es einen eigenen Plan und Abfahrtszeiten findet man an keiner Haltestelle...Man entdeckt auch immer wieder neue Linien...
Dienstag 09.01.2007
14:00 Portugiesisch-Kurs...Andi, die Professorin und ich hatten 1,5 Stunden einen richtigen Spass...genauso unverständlich wie das Bussystem wird mir diese Sprache bleiben...Da wir bis jetzt ja durch unsere Lehrveranstaltungen noch nicht wirklich die Möglichkeit hatten Leute kennenzulernen, bauten wir auf die nächste...Bitte bitte wenigstens noch jemand außer uns....People and Skills Management mit Frank...Ein in Portugal lebender Franzose...Frank, ca. 6 Portugiesen und wir hatten für 2 Stunden zueinander gefunden...we are different, we are free, no exam, touch it...er ließ uns alle ein Prüfungspapier angreifen bevor er es vor unseren Augen zerriss...am Ende gingen wir alle auf den Gang...reichten uns die Hände, mussten tief einatmen, klatschen und irgendwas schrein (ich weiß es leider nicht mehr aber Donnerstag seh ich ja Frank wieder)...TSCHAKA TSCHAKA...I AM FREE January 07 Die Sprache mit den vielen SchsAm Donnerstag den 4. Jänner um 15:45 Ortszeit sind wir nach einem kurzen Zwischenstop in Palma de Mallorca in Porto gelandet. Wetter - regnerisch..Sind mit dem Taxi zu unseren Zimmern gefahren und haben sie gleich mal bezogen...Am abend erkundeten wir die Stadt und sind eine Stunde planlos in der Stadt herumgeirrt bis wir den ersten portugiesischen Mc Donalds fanden...Rückweg - mit Taxi...Am nächsten Tag machten wir uns nach einem vorzüglichem Mittagessen (Spaghetti mit Tomatensauce) auf den Weg Richtung Foz - der Stadtteil direkt am Meer...Wir stiegen aus dem Bus und wussten dieser Platz ist für uns bestimmt...Da wir beide mit unseren derzeitigen Unterkünften nicht so zufrieden sind (in meiner WG spricht niemand ein Wort Englisch) haben wir beschlossen ins Studentenheim zu ziehen. Es liegt in Foz drei Minuten vom Meer entfernt...Vielleicht können wir schon am Montag umziehen und im schlimmsten Fall erst Anfang Feber...Um die gute Nachricht zu feiern setzten wir uns gleich in die nächste Snack-Bar und bestellten cerveja (sewescha) = Bier. Als wir dieses bezahlen wollten fielen wir aus allen Wolken...80 Cent für ein Bier in einem Lolak...Wir sind im Paradies!!!!!! So das waren unsere ersten beiden Tage in Porto...Ihc werde sobald ich eine bessere Verbindung habe auch die ersten Fotos hochladen...Andi am Meer, meine Aussicht aus dem Zimmer, mein Mitbewohner der Kanarienvogel,... |
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