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    March 17

    Michi's und mein Geburtstag

    Michi hat genau zwei Jahre vor mir das Licht der Welt erblickt und da der 10. März einfach der beste aller Tage ist haben wir beschlossen ein bissi zu feiern. Ja, nur ein bissi. Michis Eltern und meine Mum waren auf Besuch in Porto und deshalb haben wir ausgemacht, dass wir uns nur gemütlich in der Strandbar auf ein Bier treffen. Ich glaub wir wussten es alle schon als wir es ausgemacht haben, dass das nicht funktionieren kann. Um halb drei haben wir die Bar dann wieder verlassen und spätestens als ich mit meiner Mum am Doppeldeckersightseeingbus saß hab ich es bereut. Seht euch einfach die Bilder dazu an. Richtig fette Party gibts am 23.10. und ihr seid alle herzlich eingeladen ;)
    March 16

    Essen in Portugal oder die Portugiesen sind solche Ferkel

    Was bis jetzt auf meiner Seite fehlte ist ein Blog über das portugiesische Essen. Woran kann das wohl liegen. Ist es so gut, dass ich immer am Essen bin und ich deswegen keine Zeit habe etwas darüber zu schreiben? Reicht es, dass ich es essen muss und mir vielleicht schlecht werden könnte wenn ich darüber schreibe? Will ich euch einfach nur etwas außerordentlich Gutes vorenthalten? Will ich euch vor diesen Grausamkeiten einfach nur schützen? Die Antwort wird am Ende dieses Eintrags klar auf der Hand liegen. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Es ist wirklich ein schwieriges Thema.

    Ich fang einfach bei der guten alten Franzesinha an:
    Franzesinha ist eine Spezialität hier in Porto und man bekommt sie in fast jedem Lokal in der Stadt. In den Snack-Bars gibt es sie sogar als Menü mit Getränk um nur vier Euro. In Restaurants muss man für sie schon mal neun Euro ablegen. Aber was ist jetzt nun so eine Franzesinha und woher kommt sie? 
    Es war einmal ein Portugiese der in Frankreich lebte und nach einiger Zeit hatte er genug von dieser komischen französischen Küche und wollte wieder einmal etwas Gutes essen. So nahm er die verschiedensten Zutaten und zauberte ein für ihn wunderbares Gedicht. Franzesinha heißt übersetzt „kleine Französin“. Klingt ja nicht so schlecht oder? Aber jetzt kommen wir mal zu den Zutaten und der Zubereitung.

    Man nehme eine dicke Scheibe Toastbrot, lege ein Stück gebratenes Fleisch (Schuhsohle) darauf, ein Blatt dicken Schinken, typisch portugiesische Würstel und obendrauf noch eine Scheibe dickes Toastbrot. Auf das Toastbrot gebe man dann ganz viel Käse und rundherum schütte man eine nach Bier schmeckende braune Sauce. Dann schiebe man das ganze in den Ofen und warte bis der Käse geschmolzen sei. Vor dem Servieren gebe man als krönenden Abschluss noch ein Spiegelei auf den Käse und verteile Pommes um die "kleine Französin. Und Appetit bekommen? 

    Warum werden die Bewohner Portos Kuttelfresser genannt?
    In der Zeit der großen Seefahrer war es üblich, dass man das gute Fleisch mit auf See gegeben hat und die Landbevölkerung hat sich das schlechte Fleisch und die Innereien behalten. Die Zeit der großen Seefahrer ist vorbei aber die Gewohnheit diese grausigen Sachen zu essen haben die Bewohner Portos leider nicht aufgegeben. Also wenn man nach Porto kommt ist es wichtig ein Gericht zu kennen um die Gefahr auszuschalten es nie versehentlich zu bestellen „Tripas do Modo do Porto = Kutteln nach Porto Art“. Ich hab in einem Anfall des Wahnsinns mal gedacht wenn ich schon so lange in Porto wohne und alle davon schwärmen muss ich das wenigstens mal probieren. Also hab ich allen Mut zusammengenommen und einen Bissen davon genommen. Ich kann nur eins dazu sagen: Sollte ich einmal knapp vor dem Hungertod stehen geh ich lieber auf die Wiese und esse Gras bevor ich nur noch einmal einen Bissen davon nehme. Mir war den ganzen Abend so übel, dass das ganze restliche Essen, das wirklich gut war, nicht geholfen hat diesen Geschmack wieder aus meinem Mund und meinem Gedächtnis zu bringen. 

    Noch ein paar kurze Statements zur portugiesischen Küche:

    -         wie man bei uns geselchte Salami kaufen kann gibt’s hier die Schweinsohren

    -         man kann im Supermarkt eine Packung Hühner- und Schweinefüße kaufen (keine Ahnung was man damit macht)

    -         sie verwenden fast kein Salz, keine Gewürze und keine Kräuter außer Petersilie

    -         Portugiesen sagen, dass ein Essen dann gut war wenn es viel war und einem danach schlecht ist (für mich muss es nicht viel sein, mir wird gleich mal schlecht davon)

    -         sie sind ziemlich einfallslos. Es gibt immer Fisch mit Reis oder Kartoffel oder Fleisch mit Reis oder Kartoffel.

    -         Egal was man bestellt es ist überall Schinken dabei (Lasagne mit Schinken, Schnitzelsemmel mit Schinken)

    -         als Vegetarier hat man ein sehr schweres Leben hier in Portugal

    -     alles wird fritiert oder schwimmt in Fett (anfangs hab ich ja noch gedacht, mir passen meine Hosen nicht mehr weil die Putzfrauen im Heim meine Wäsche zu heiß waschen)

    Solltet ihr mir nicht glauben, dann überlegt auch mal folgendes: Nehmen wir eine Stadt wie Wien und schlendern wir mal durch die Straßen und sehen uns die verschiedenen Lokale an. Wir werden Restaurants mit Spezialitäten aus den verschiedensten Ländern der Welt entdecken. China, Italien, Frankreich, Thailand, Japan, Indien, Pakistan, Dalmatien, Griechenland und viele mehr. Aber hat ihr schon mal ein portugiesisches Restaurant gesehen? Eben. Glaubt ihr mir jetzt!?

     Heute haben uns portugiesische Studenten gefragt, ob wir mit ihnen kommenden Dienstag Franzesinha essen gehen wollen denn sie kennen ein Restaurant da gibt es die beste Franzesinha Portugals und wir müssen sie dort unbedingt einmal probieren. Da hatten wir schon das Problem. Sie sind hier total stolz auf ihre Spezialität und man darf nicht sagen, dass es einem nicht schmeckt. Das hören sie nicht gerne. Also sagten wir: „Sehr gerne.“ Entweder überleg ich mir noch schnell eine Ausrede oder ich nehm all meinen Mut zusammen und stell mich dieser Herausforderung.

    March 04

    Madrid 23. - 27.02.2007

    Freitag 23.02.2007
     
    Carlos brachte uns am Vormittag zum Flughafen und um 12:40 ging es mit Flug-Nummer: FR 5483 nach Madrid. Um 14:50 Ortszeit sind wir (ich und wei Sextouristen) in Madrid gelandet. Andi und Michi sind nämlich ziemlich schnell draufgekommen, dass die Menschen in Spanien hübscher sind als in Portugal. Sie kamen aus dem Schaun manchmal gar nicht mehr raus. Naja, vielleicht hab ich manchmal auch gschaut. Sind mit der Metro zum Plaza de Espanà gefahren und haben uns dort gleich in einem Hostel eingemietet. Ein sehr nettes und billiges Hostel aber da es gerade renoviert wurde war es ein bissi staubig aber das störte uns nicht wirklich. Die Vermieterin war auch total nett und konnte sogar ein paar Wörter Deutsch. Gleich bei unserer Ankunft versuchte sie uns zu vemitteln, dass wir in der Nacht leise sein sollen. Da wir das auf Spanisch nicht so ganz verstanden hatten sagte sie: "No Feuerwerk." Scheiße, die Raketen umsonst mitgebracht. Haben unsere Rucksäcke abgestellt und machten uns gleich auf den Weg die Stadt zu erkunden. Unser erstes Ziel war Starbucks. Gibts in Porto nämlich nicht und wir waren gleich total begeistert. Stellten uns und und bestellten. Ich war als erste von uns dran und bestellte mir meinen Kaffee. Naja, und wie ihr wisst wird man bei Starbucks immer nach dem Namen gefragt und der wird dann auf den Becher geschrieben. Da ich dieses Spiel schon kennen und auch weiß, dass wenn ich meinen Namen sage ich ihn mindestens fünfmal wiederholen muss, sagte ich Patricia. Michi und Andi sind natürlich weggebrochen hinter mir. Ich hieß dann Patricia, Michi=Michel und Andreas wurde zu Andrea. Wir hatten einen richtigen Spass damit und machten uns aus, dass wir jeden Tag zu Starbucks gehen und uns immer die blödesten Namen geben. Was dabei heraus kam könnt ihr auf den Bildern sehen. Nur einmal hat Michi es übertrieben. Als er nämlich Dr. Know sagte hat ihn der Verkäufer schon etwas genervt angesehen und sagte: "You are Tom! OK!" Und schon hatte Michi Tom auf dem Becher stehen. Michi hat dann Kontakt mit zwei IBSlerinnen die in Madrid studieren aufgenommen und wir machten aus, dass wir uns in ihrer Wohnung treffen. Auf den Weg dorthin machten wir eine Pause in einer Bar und probierten spanisches Bier und Tapas. Dann gingen wir zu den zwei Mädels und tranken ihnen gleich mal den ganzen Bier- und Weinvorrat weg bevr wir uns alle zusammen auf den Weg in eine Tapas-Bar machten. Dort gab es noch mehr Bier und wirklich leckere Tapas. Ich bin seitdem süchtig nach den Dingern. Nach dem Essen gings in die Innenstadt ins Fortgehviertel. Madrid ist der Wahnsinn. Egal wann die Straßen sind voller Menschen. Sind dann noch in zwei Lokale und um ca. 3 Uhr gings Richtung Hostel. Wir erinnert uns ja, dass wir kein Feuerwerk machen dürfen aber von singen hat niemand etwas gesagt. Also gaben wir Fürstenfeld vom Besten. Es gab selbstverständlich auch eine Übersetzung auf Spanisch.
     
    Samstag 24.02.2007
    Ui, was waren das für Kopfschmerzen. Um ca. 11:00 quälten wir uns aus unseren Betten und machten uns auf Nahrungssuche. Michi hat gleich seinen Kaffee verschüttet und ich verweigerte die frittierten Eier mit den fetten Würsteln. Nachdem herrlichen Frühstück gings in die Spielhalle. Sehr lustig und zum ausnüchtern perfekt. Dannach machten wir uns auf den Weg Richtung Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia. Ein sehr geniales Museum in dem wir sehr viel Zeit verbrachten. Wir liefen dann noch ein bissi in der Stadt herum und zufällig entdeckten wir eine geniale Ausstellung von Nam June Paik. Nach dem wir noch ein bissi im Hostel herumgelegen sind und die Jungs die spanische Nachrichtensprecherin bewundert haben trafen wir uns mit Veronika. Wir gingen in zwei sehr nette Bars aber an diesem Tag war fortgehtechnisch nicht sehr viel mit uns anzufangen.
     
    Sonntag 25.02.2007
    Frühstück war an diesem Tag besser. Es gab Kaffee von Starbucks und Baguette mit Schinken aus dem Schinken-Museum. Unser erses Ziel Museo del Prado. Aber nachdem wir die Menschenschlange sahen sagten wir uns, nein danke und machten uns auf den Weg zum Museo Thyssen-Bornemisza. Dort natürlich das gleiche in Grün. Nun mussten wir uns entscheiden. Was machen wir? Wenn wir die Museen sehen wollen, dann müssen wir uns anstellen da montags alle zu haben und wir Dienstag Mittag wieder abreisen. Andi und ich entschieden uns uns vorm Prado anzustellen und aufs Thyssen zu verzichten. Leider falsche Entscheidung. Nur alte Schinken im Prado und einfach zu viele Menschen. Haben uns dann mit Michi getroffen und sind zum Thailänder essen gegangen. Sehr genial. Fast so gut wie in Thailand. Mit unseren vollen Bäuchen machten wir uns dann auf den Weg zum Santiago-Bernabéu Stadion. Das Stadion von Real Madrid. David Beckham trafen wir leider nicht. Dannch stand Busfahren am Plan. Wir setzten uns in einen Bus der einmal durch ganz Madrid fährt und verbrachten zwei Stunden damit uns die alles anzusehen. Unterhalten wurden wir von einem angesoffenen Puertoricaner der nicht mehr nach Hause fand. Am Abend trafen wir uns mit Karin und Nadine (studiert gerade in Jaén) zum Tapas-Essen und Bier trinken. Mh, es wurde wieder mal etwas länger.
     
    Montag 26.02.2007
    Michi und ich waren einkaufen und sind in der Stadt herumgelaufe und um drei haben wir uns mit Andi getroffen der in der Führung im Stadion gemacht hat. Wir sahen uns den Königspalast an und sind quer durch die Sadt zum Reitro-Park gelaufen. Im Park gabs dann Picknick und wir haben die Sonne genossen. Am Abend sind wir essen geganen und zum Abschluss unseres Madrid-Aufenthalts gings noch einmal in die Spielhalle. Michi ich will tanzen!!!!
     
    Dienstag 27.02.2007
    Um halb neun machten mit uns mit der Metro auf den Weg Richtung Flughafen. Aßen noch ein teures Flughafen-Frühstück und um 11:20 ging unser Flug. Wir kamen um 11:30 Ortszeit in Porto an und dann gings erstmal nach Hause ins Bett.  
    February 18

    Fortgehgepflogenheiten in Porto - Hier tickt die Uhr etwas anders

    An die Fortgehgepflogenheiten hier in Porto konnten wir uns anfangs nichts so recht gewöhnen aber mittlerweile kann man sagen, dass wir was das Fortgehen angeht schon richtige Portugiesen sind. Es fängt hier nämlich alles später an als wir es gewohnt sind und deshalb mussten wir anfangs immer nach Hause gehen wenn es hier erst richtig los ging. Wir fingen halt an gegen neun wegzugehen, tranken das billige Bier und um eins konnten wir wieder nach Hause gehen. Das Problem ist aber, dass sich hier die Lokale erst frühestens um eins füllen. Also mussten wir was ändern. Wie dann so ein Fortgehwochenende in Porto aussieht schilder ich euch jetzt:
     
    Donnerstag 08.02.2007
    Für diesen Tag stand eine Party unserer Uni an und deshalb machten wir uns mit einigen portugiesischen Komillitonen aus, dass wir nach der Vorlesung People and Skills Management essen gehen und dann gemeinsam auf die Party schaun werden. Ende der Vorlesung 22:00. Um 22:30 haben wir dann das Lokal erreicht. Das Lokal ist in der Nähe der Uni und anscheinlich ein sehr beliebtes Restaurant unter den Studenten der Uni. Es war ziemlich viel los da die Erstsemestler ihren Einstand feierten. Sie haben getrunken, gesungen, getanzt und die Uniband hat gespielt. Anscheinend ist das so üblich hier, dass jede Uni ihr eigenes Lied hat. Alle Studenten können das und singen dann auch kräftig mit. Nein, wir können es nicht. Um 00:30 ist man dann mal mit dem Essen fertig, trinkt noch eine Kaffee (ist doch eh klar um diese Zeit) und bricht langsam mal auf. Wir dachten, so jetzt gehts dann auf die Party. Falsch gedacht. Haben uns erklären lassen, dass es noch viel zu früh ist um in den Club zu gehen. Jetzt geht man erstmal in ein Lokal mit billigen Preisen um noch ein bissi was zu trinken. Um ca. 02.00 sind wir dann bei der Party angekommen und es war noch nicht so viel los. Erst um 03:00 wurde es so richtig voll. Wir haben dann noch alle anderen aus dem Heim getroffen und hatten richtig viel Spass. Naja, die Getränke waren etwas teuer. Sechs Euro für ein Wodkalemon. Tz...Sind ja Preise wie auf Zypern (Sorry, Christoph und Tom). Um ca. 06:30 war die Party dann vorbei und wir machten uns auf Richtung Studentenheim. Andi und ich waren noch ziemlich fit und haben beschlossen uns den Sonnenaufgang am Strand anzusehen. Mh, bei mir wurde leider nichts draus. Ich war 30 Minuten damit beschäfigt die besoffene Brasilianerin ins Bett zu bringen. Sie hat sich nämlich gedacht sie schlaft am Kuchentisch. War aber um diese Zeit nicht so toll da schon einige zum Frühstücken in die Küche kamen und die Putzfrauen auch schon da waren. Ich wollt ja nicht, dass die um ihren Kopf herumwischen müssen. Nach der Challenge hab ich es dann auch Strand geschafft und wir sind noch einige Zeit dort sitzen geblieben. Um 10:00 dann im Bett und Augen zu.
     
    Freitag 09.02.2007
    Aufgewacht um 19:30. Den Tag hab ich richtig ausgenutzt. Unter die Dusche und ab in die Küche um zu "frühstücken". Haben beschlossen uns Wiener Schnitzel zu machen. Um 21:30 waren wir mit dem Essen fertig und in der Zwischenzeit hat auch schon Michi angerufen und gefragt, ob wir zu einer Heimparty gehen wollen. Mh, man kann ja nicht schon wieder weggehen. Aber auf der anderen Seite dachten wir uns, was wir sonst machen sollen. Wir sind ja grad erst aufgestanden. Schlafen geht nicht und was unternehmen kann man um diese Zeit auch nicht wirklich. Michi hat uns abgeholt und wir haben uns auf den Weg Richtung Zentrum gemacht. Wir musten noch etwas einkaufen und sind zur Tankstelle gefahren. Beim Reinbiegen zur Tankstelle ist Michi gegen die Einbahn gefahre und schon hat uns die Polizei aufgehalten. Er hat dem Polizisten gleich gesagt, dass er kein Portugiesisch kann und hat Fahrzeugpapiere und Führerschein hergezeigt. Und dann das Beste. Sagt der Polizist auf Englisch, dass es verboten sei beim Autofahren zu telefonieren. Michi sagt: "Das weiß ich. Ich habe nicht telefoniert." Der Polizist: "Ja, wirklich?" Michi: "Ja, sicher." Hehe...Hat einfach irgendwas gesagt, nur weil er nicht wusste was "Sie sind gegen eine Einbahnstraße gefahren" auf Englisch heißt.
     
    So gegen 00:00 sind wir dann in dem Studentenheim angekommen uns es waren schon ein paar Leute da. Als ich das Heim gesehen hatte, dachte ich mir, dass ich dort keine fünf Minuten wohnen würde. Dagegen ist ja unser Heim die reinste Luzusherberge. Die Leute die dort wohnen gehen zu Mc Donalds aufs Klo weil die im Heim so rausig sind. Naja, die Party war ganz lustig aber am Ende doch sehr seltsam. Irgendwann fingen alle an Flaschen auf den Boden zu werfen (Videomaterial von Michi vorhanden). Um 04:30 haben wir dann Michi nach Hause gebracht. Er hat sich am nächsten Tag bei mir fürs Fahren bedankt. Vielleicht sagen wir ihm einmal dass Andi gefahren ist und nicht ich.
     
    Samstag 10.02.2007
    Haben es geschafft etwas früher aufzustehn. 12:30. Haben uns mit Maria (Steiermark) im Zentrum getroffen und sind dann ins Shopping Centre gefahren. Richtig fertig vom Shoppen gings am Abend wieder ins Heim. Im Heim herrschte schon wieder totale Fortgehstimmung da Darec (Polen) Geburtstag hatte. Ich war überhaupt nicht in Fortgehlaune aber in der Küche wurde wieder anständig Party gemacht. Naja, und um 02:00 hab ich mich dann doch mit allen anderen in einen Club am Strand begeben. Andi und ich sind dann aber um 04:30 wieder von dort abgehauen da die Musik einfach nur furchtbar war und irgendwie hat die Fortgehmotivation auch schon etwas gefehlt.
     
    Ja, es wird hier richtig viel fortgegangen und die Zeiten sind etwas gewöhnungsbedürftig. Aber es ist total wichtig, dass wir das machen. Eigentlich wollen wir es ja nicht aber wir müssen ja hier unsere sozialen Kontakte pflegen und die Leute kennenlernen oder wie Franck (Lektor People and Skills Management) es sagen würde: "Put your finger into Europe". Aber das ist eine andere Geschichte.

    Wie ein Tag vergehen kann!

    Ihr solltet unbedingt wissen was ich am Dienstag den 30.01.2007 gemacht habe oder anders: Es ist ein Wahnsinn wie man seine Zeit verscheißen kann.
     
    Hab mir für diesen Tag vorgenommen früh aufzustehen, von meiner alten Wohung ins Studentenheim zu fahren um dort meinen Mietvertrag für das Zimmer zu unterschreiben und mit der Leiterin zu sprechen. Ich wollte das unbedingt am Vormittag erledigen und mich spätestens um elf an den Strand setzen und die Sonne genießen. Bin voller Elan um acht aufgestanden, hab das Haus um neun verlassen und eigentlich damit gerechnet, dass ich spätestens 40 Minuten später im Studentenheim ankommen werde. Also stellte ich mich zur Bushaltestelle und wartete auf den Bus Nummer 204 der alle 10 Minuten fährt. Mh, nach 30 Minuten immer noch kein Bus. Sehr komisch. Fahren vielleicht keine Busse? Doch, ich hab ja zwei andere Linien fahren gesehen. Naja egal, ich warte halt noch...Ich bin es ja schon gewohnt. Nach 40 Minuten standen schon relativ viele Leute an der Haltestelle und alle Gesichter wurden immer fragender. Nach einer Stunde entschied ich die Haltestelle zu verlassen um es bei einer anderen Linie zu probieren. Also ging ich 15 Minuten zur Haltestelle von Linie 203. Stellte mich hin und kurz darauf sprach mich eine Dame an. Sie sagte, dass die Busfahrer heute wohl streiken und dass sie denkt, dass die Busse erst am Nachmittag wieder fahren. Ganz große Klasse. Alle anderen Wartenden zückten ihre Handys und riefen jemanden ab der sie abholen soll. Ich holte meins auch heraus, blickte kurz drauf. Mh, wen ruf ich an von den tausend Leuten mit Auto die ich hier kenne? Ah, doch niemanden. Aber ich hab ja meine Füße. Also machte ich mich auf den Weg Richtung Casa da Musica. Ein Umschlagplatz für alle Busse. Vielleicht fährt ja da einer. Dort angekommen sah ich viele wartende Menschen aber keine Busse. Ich stellte mich auch hin und wartete erneut. Das Seltsame war ja, dass manche Busse fuhren aber die die ich nehmen konnte natürlich nicht. Also ging ich halt einfach weiter Richtung Meer. Ich ging und ging und ging, denn es war auch unmöglich ein freies Taxi zu erwischen. Nach der Hälfte der Strecke entdeckte ich einen Taxistand und dachte mir - na das leist ich mir jetzt. Ich war noch ca. fünf Minuten Fahrtzeit vom Studentenheim entfernt. Ich stieg ein und sagte: "Mercado do Foz". Ein bekannter Platz in der Nähe des Heims. Der Taxifahrer sagte:"Sim Sim (ja ja)". Ich dachte mir, na endlich. Nur noch einmal links abbiegen dann die Straße hinuter und schon bin ich da. Der Fahrer fuhr los. Aber nicht nach links sondern nach rechts. Mh, na der nimmt bestimmt eine Abkürzung bei dem Verkehr heute. Doch als wir dann auf der Autobahn waren kam mir das schon komisch vor. Ich fragte: "Do you dirve to Mercado do Foz?" Er wieder: "Sim Sim". Ich wiederholte meine Frage und bekam dann eine Antwort in sehr gebrochenem Englisch. Es hieß so viel wie: "Ich kann dich überall in der Stadt hinbringen. Wo auch immer du hin willst." Ich sagte wieder "Mercado do Foz". Er zählte mir einige bekannte Plätze und Seheswürdigkeiten in Porto auf und sagte: "Wherever you want." Ich wurde schon ein bissi grantig und sagte: "As I got in the taxi I said that I want to Mercado do Foz." Er drehte sich um, lachte, entschuldigte sich für sein schlechtes Englisch und fuhr weiter. So mir reichts. Ich sagte etwas lauter und schon sehr genervt: "Mercado do Foz." Und da sah ich ihn schon - den Flughafen. Er völlig überrascht: "No aeroporto?" Ich: "No aeroporto, Mercado do Foz." Fragt er mich doch ernsthaft, warum ich ihm das erst jetzt sage und ihn den ganzen Weg zum Flughafen fahren lasse. Ich halts nicht aus. Er dreht um und fährt wieder Richtung Zentrum. Aktueller Fahrtpreis: 35 Euro. Und ich zehn Euro in der Brieftasche. Mh, das zahl ich sicher nicht. Aber sicher ist sicher. Hab Andi angerufen und gesagt, dass er zum Platz kommen soll und mir bitte Geld leihen soll falls der Typ doch mehr will. So, nach weiteren 30 Minuten endlich am Ziel angekommen und dann doch nur drei Euro bezahlt.
     
    Haus verlassen um 09:00 - Ziel erreicht um 12: 30
     
    In dieser Zeit schafft man Klagenfurt-Wien...Hier braucht man von einem Ende zum anderen Ende der Stadt so lang. Unglaublich. Gott sei Dank weiß ich nichts Besseres mit meiner Zeit anzufangen.
    January 27

    eins zwei drei - un dois três

    Eines Tages waren wir in einer der ca. 8 riesigen Shopping-Malls der Stadt auf der Suche nach Nahrung. Die Einheimischen sind wahnsinnig stolz auf ihre Einkaufszentren und verbringen auch all ihre Freizeit dort. In jeder dieser Malls gibt es ein Stockwerk voll mit Filialen aller Fast-Food-Ketten dieser Erde und alle sind sehr gut besucht. Nach kurzen Überlegungen landeten auch wir bei Mc Donalds und waren auch gleich mit unserer Bestellung dran. Fazit: Andi sollte die portugiesischen Zahlen wohl noch etwas sorgfälltiger lernen, denn anstatt nur einem Chicken Mc Nuggets Menü bekam er gleich zwei. Er hat auch alles richtig brav aufgegessen nur ging es ihm danach nicht mehr so gut. Mahlzeit Andi.
     

    Busfahren in Porto oder Tagadafahren ohne Frischluftversorgung oder "Das rollende Altersheim"

    Busfahren hier in Porto ist immer wieder aufs Neue eine Challenge und daher auch einen eigene Eintrag wert. Ihr glaubt jetzt bestimmt: „Ja ja, die Doris übertreibt sicher da sie ja zuhause sowieso nie zu Fuß geht geschweige denn in einen Bus einsteigt sondern jede noch so kleine Distanz mit dem Auto bewältigt. Nein, bitte glaubt mir es ist wirklich eine Odyssee. Damit ihr mir irgendwie Glauben schenken und annähern nachvollziehen könnt was ich hier durchmachen muss will ich auch ein paar kleine Impressionen und Episoden von uns und dem Bussystem schildern.

    Fahrpläne

    Am 01.01.2007 wurde das Bussystem hier in Porto komplett umgestellt und nichts war mehr wie früher. Na, da sind wir ja gerade richtig angekommen. Natürlich befand sich in unserem Willkommens-Package der Universität auch ein Busplan. Nur dass das noch der alte war das kann ja keiner wissen. Deshalb waren wir anfangs ziemlich verwundert als wir bei den Haltestellen standen und uns Busse mit Nummern entgegenkamen die wir nirgendwo auf unserem Plan finden konnten. Natürlich warteten wir auch auf Busse mit Nummern die es einfach nicht mehr gab. So sind wir eigentlich ziemlich schnell draufgekommen, dass unser Busplan eher wertlos ist und machten uns auf die Suche nach einem neuen Plan. Erste Anlaufstelle und vollkommen davon überzeugt, dass wir dort fündig werden – Zentrale der Busgesellschaft. Denkste. Hier in Portugal braucht halt alles etwas länger. Man bedenke, dass noch immer die Weihnachtsdekoration überall in der Stadt hängt, man noch Christbaumkugeln kaufen kann und man in den Geschäften noch immer die Einkaufssackerl mit der Aufschrift „Boas Festas“ bekommt. Aber was dort zu bekommen war waren Pläne für jede einzelne Linie. Also haben wir angefangen diese Dinger zu sammeln. Nur das Problem war, wollte man wirklich alle haben, hätte man sich eine eigene Mappe mit Busplänen anlegen müssen. Wir hatten dann die wichtigsten aber das Problem das dann auftrat war, dass man außer Haus geht, irgendwo ankommt auf einen Bus wartet, auf die Nummer sieht, in die Tasche greift und drauf kommt, dass man den gerade benötigten Plan zuhause hat dafür aber zehn andere in der Tasche hat. Schlussendlich schafften es wir am 20.01. also zwanzig Tage nach Erneuerung des Systems einen upgedateten Plan zu bekommen. Na geht doch.

    Fahrtzeiten

    Fahrtzeiten gibt es sind aber eher für die Wurst. Die einzige Möglichkeit die man hat ist sich zur Haltestelle zu stellen und zu warten. Es kann fünf oder auch vierzig Minuten dauern bis der nächste Bus kommt. Manchmal steht man 40 Minuten bei so einer Haltestelle (ich glaube wir sind bisher schon fast bei jeder einmal gestanden) und es kommt kein Bus. Dann aufeinmal kommen drei Busse hintereinander mit der gleichen Nummer. Man weiß nicht warum und wird es wohl auch nie erfahren.

    Im Bus

    Kommt endlich ein Bus und man steigt ein dann sieht es Drinnen folgendermaßen aus. Leute die Busfahren sind jene die noch nicht Autofahren dürfen, jene die zum Autofahren schon zu alt sind, jene die den Führerschein aus physischen oder psychischen Gründen nicht bekommen und Austauschstudenten die sich dafür hassen nicht mit dem Auto nach Porto gefahren zu sein. Natürlich sind dann auch meistens alle Fenster im Bus geschlossen denn sonst könnt es ja den alten Leuten auf den Rücken ziehen und daher kann man sich auch vorstellen wie dann die Luft in seinem Bus ist. Gut dass uns keiner versteht wenn wir wieder einmal sagen: „Wäh, da stinkts i glaub i muss bei da nächsten Haltestelle raus sonst schpeib i.“ Der Fahrstil der Busfahrer lässt auch sehr zu wünschen übrig. Die vordere Tür wird oftmals schon aufgemacht bevor der Bus steht und ist noch offen wenn der Bus schon wieder fährt. Wir sind auch im Glauben, dass die Busfahrer unter sich eine Challenge haben die heißt: „Wie viel Leute sind bei mir heute im Bus umgefallen und am Boden gelegen.“

    So, jetzt ein paar ausgewählte Episoden:

    Doris will von Andi mit dem Bus nach Hause fahren

    Mit dem Wissen, dass der Bus bis 00:30 fährt gehen wir um 24 Uhr zur Bushaltestelle. Auf dem Weg sehen wir schon einen Bus vorbeifahren. Na gut den hab ich wohl versäumt. An der Bushaltestelle warten wir dann auf den nächsten. Die Bushaltestelle befindet sich auf einer Schnellstraße und ca. 50m vor ihr geht eine Straße nach Rechts. Nach ca. 30 Minuten Wartezeit sehen wir in der Ferne einen Bus kommen. Voller Freude greife ich in meine Tasche und zücke die Buskarte. Und dann trauten wir unseren Augen nicht. Vor unseren Nasen biegt der Bus rechts in die Straße ein und verschwindet im Nirgendwo. Wir laufen in diese kleine Straße und entdeckten dort eine Haltestelle mit der gleichen Busnummer. Bis heute wissen wir nicht warum der Bus nicht an der gehalten hat an der wir gewartet hatten. Vielleicht haben sie sie einfach vergessen abzubauen. Wer weiß.

    Pantomimischdarstellen – Bitte lieber Herr Busfahrer machen Sie auch die vordere Tür auf ich möchte gern aussteigen

    Nach der Uni stellte ich mich zu meiner Bushaltestelle um nach Hause zu fahren. Nach ca. zehn Minuten kommt dann auch ein Bus und ich steige ein. Hier ist das Einsteigen nur bei der vorderen Bustür möglich. Die hintere wird nur geöffnet wenn jemand aussteigen will. Der Bus war total überfüllt also musste ich vorne beim Busfahrer stehen bleiben. Dann fuhr der Bus mit mir und ca. 60 alten Menschen los. Schon beim Einsteigen überlegte ich mir wie ich zum Aussteigen komme. Es gab keine Chance bis zur hinteren Tür zu gelangen. Also hoffte ich einfach, dass bei meiner Station jemand einsteigen will, sodass der Fahrer auch die vordere Tür öffnen muss. Bei jeder Station wurden immer beide Türen geöffnet da immer jemand aus und einsteigen wollte. Dann kam meine Station immer näher. Gott sei Dank wollte noch jemand aussteigen und hat gedrückt, sodass ich schon mal die Sicherheit hatte, dass er stehen bleibt. Und dann kam endlich meine Station und es war natürlich niemand da der einsteigen wollte. Bus bleibt stehen. Hintere Tür geht auf. Vordere bleibt zu. So, was mach ich jetzt. Hab dann mal Stopp geschrieen und mit beiden Händen den Busfahrer erklärt, dass er auch bitte die Vordere aufmachen soll. Schlussendlich hab ich es dann doch noch aus dem Bus geschafft.

    An der Haltestelle

    An was wir uns jetzt schon gewöhnt haben da es uns schon öfters passiert ist, ist das wir bei einer Haltestelle stehen auf eine bestimmte Nummer warten, der Bus mit der Nummer kommt, die Leute aussteigen lässt aber die Tür zum Einsteigen nicht öffnet. Wir dann ziemlich verzweifelt in den Bus zum Fahrer sehen, er die Tür öffnet, irgendwas auf Portugiesisch sagt, wieder zu macht und wegfährt. Mh, naja dann warten wir halt auf den nächsten.

    Aber so wie heute sind wir von den blöden Bussen noch nie verarscht worden. Wir stehen an der Haltestelle für Bus # 903, 50 Meter davor ist noch eine Haltestelle für andere Nummern, und warten auf den Bus. Bus biegt die Straße herein und bleibt bei der vorderen Haltestelle stehen. Keine Chance mehr für uns den Bus zu erwischen. Naja, wir warten auf den nächsten. Nur schlau wie wir sind gehen wir natürlich zu der Haltestelle an der der Bus vorhin gehalten hat. Nächster Bus biegt ein und bleibt nicht da stehen wo wir jetzt stehen sondern fährt zur nächsten weiter. Wir laufen. Bus wartet. Wir wollen einsteigen. Fahrer sagt irgendwas und macht die Tür zu und fährt ohne uns weiter. Wir schauen nach unten und sehen den nächsten kommen. Laufen wieder zurück. Bus öffnet aber nur hinten und lässt keine Leute einsteigen. Mh, naja dann gehen wir halt auf die andere Straßenseite und hoffen, dass uns der Bus in die andere Richtung mitnimmt. Schlussendlich sind wir dann aber draufgekommen, dass wir eh in die andere Richtung mussten und wir falsch geartet hatten (Danke Andi).

    So, jetzt könnt ihr euch ungefähr vorstellen was ich hier durchmachen muss. Ca. eine Stunde am Tag verbring ich mit warten auf den Bus und weitere zwei Stunden mit sitzen in dem Bus.

     

     

    January 10

    Andreasch und Dorisch

    Olà...
    Die letzten Tage waren sehr ereignisreich und sind auf alle Fälle einen Bericht wert...
     
    Samstag 06.01.2007
    Wir haben uns am späten Vormittag an der Uni getroffen und machten uns mit dem Bus auf ins Zentrum um die Stadt zu erkunden. Der erste Weg führte uns durch ein sehr seltsames Viertel an den Fluss...Dort genehmigten wir uns als Erstes natürlich einen Kaffee...Danach irrten wir bergauf bergab (ich glaube in dieser Stadt gibt es keine einzige ebene Straße...jetzt wissen wir auch warum uns der Erste den wir erzählt haben, dass wir uns ein Fahrrad kaufen wollen ausgelacht hat) in der Gegend herum, bis wir uns dazu entschlossen hatte uns in einen Doppeldecker-Sightseeing-Bus zu schwingen...Bin ich froh, dass wir die 90min Fahrt überlebt haben...man bedenke die doch etwas kühleren Temperaturen und die Äste der Bäume die uns immer wieder fast in unsere Gesichter schnaltzten...wir entdeckten auch gleich die Einkaufsmeile Portos - Rua de Santa Catarina - in der sich laut Reiseführer auch zwei sehr berühmte Cafès befinden...Cafè Majestic wird als sehr sehenswert beschrieben aber man sollte es wegen den hohen Preisen nicht besuchen...Wir dachten uns "Was kostet die Welt" und nix wie rein...mh, ich glaub diesen Luxus gönnt man sich nur einmal...der Cappuccino kostete unglaubliche € 2,50...wir können dieses Cafè wirklich nur empfehlen...ab 22:00 folgten wir einen weiteren Geheimtipp aus dem Reiseführer...Eine Bar die sich in einer 600m² Wohung im 4. Stock eines Hauses im Zentrum befindet...Ob es uns dort gefallen hat, dass lass ich jeden selbst beurteilen...Wir gingen um halb 7 in der Früh wieder....
     
    Sonntag 07.01.2007
    Erwachen mit dem ersten portugiesischem Kopfweh...Auch nicht schlimmer als das zu Hause...Es war dann immerhin schon Nachmittag und unsere Mägen knurrten...Also machten wir uns auf den Weg zum Supermarkt und kauften Katerfrühstück...Tiefkühl-Cordon-Bleu mit Fertigpüree...Wir waren überzeugt davon, dass man die Cordon-Bleu auch in der Mikro machen kann...Wieder zu Hause angekommen stellten wir fest, dass das Gas beim Herd aus war...Naja, dann muss man das Püree halt auch in der Mikro machen...Wie das mit dem Essen endete könnt ihr den Bildern entnehmen...Man kann es nicht in Worte fassen...
     
    Montag 08.01.2007
    Der erste Uni-Tag...11:00 Treffen beim Ersasmus (Eraschmusch) Meeting-Point...Immerhin waren wir ja doch zu sechst...Andi und ich, zwei Mädels aus Deutschland, ein Spanier der nicht Englisch kann, und eine Brasilianerin...ein lustiger Haufen...Wir machten einen Unirundgang, bekamen einen Teil unseres Stundenplans und das wars...Um 4 hatten wir dann auch gleich unsere erste Lehrveranstaltung (Television)...Andi, ich, Marie (dt. Mädel) und ca. 4 Portugiesen...Der Lektor schickte uns dann gleich wieder nach Hause da wir ja kein Portugiesisch können...Wir sollen ihm eine Mail schreiben und müssen irgendeine Arbeit machen...Naja, uns solls recht sein...Danach gings in die Stadt und wir machten uns unsere Ausweise für Bus und Metro...Nur ob ich das mit dem Bussystem jemals kapiere bezweifle ich stark...Für jede der ca. 30 Buslinien gibt es einen eigenen Plan und Abfahrtszeiten findet man an keiner Haltestelle...Man entdeckt auch immer wieder neue Linien...
     
    Dienstag 09.01.2007
    14:00 Portugiesisch-Kurs...Andi, die Professorin und ich hatten 1,5 Stunden einen richtigen Spass...genauso unverständlich wie das Bussystem wird mir diese Sprache bleiben...Da wir bis jetzt ja durch unsere Lehrveranstaltungen noch nicht wirklich die Möglichkeit hatten Leute kennenzulernen, bauten wir auf die nächste...Bitte bitte wenigstens noch jemand außer uns....People and Skills Management mit Frank...Ein in Portugal lebender Franzose...Frank, ca. 6 Portugiesen und wir hatten für 2 Stunden zueinander gefunden...we are different, we are free, no exam, touch it...er ließ uns alle ein Prüfungspapier angreifen bevor er es vor unseren Augen zerriss...am Ende gingen wir alle auf den Gang...reichten uns die Hände, mussten tief einatmen, klatschen und irgendwas schrein (ich weiß es leider nicht mehr aber Donnerstag seh ich ja Frank wieder)...TSCHAKA TSCHAKA...I AM FREE
    January 07

    Die Sprache mit den vielen Schs

    Am Donnerstag den 4. Jänner um 15:45 Ortszeit sind wir nach einem kurzen Zwischenstop in Palma de Mallorca in Porto gelandet. Wetter - regnerisch..Sind mit dem Taxi zu unseren Zimmern gefahren und haben sie gleich mal bezogen...Am abend erkundeten wir die Stadt und sind eine Stunde planlos in der Stadt herumgeirrt bis wir den ersten portugiesischen Mc Donalds fanden...Rückweg - mit Taxi...Am nächsten Tag machten wir uns nach einem vorzüglichem Mittagessen (Spaghetti mit Tomatensauce) auf den Weg Richtung Foz - der Stadtteil direkt am Meer...Wir stiegen aus dem Bus und wussten dieser Platz ist für uns bestimmt...Da wir beide mit unseren derzeitigen Unterkünften nicht so zufrieden sind (in meiner WG spricht niemand ein Wort Englisch) haben wir beschlossen ins Studentenheim zu ziehen. Es liegt in Foz drei Minuten vom Meer entfernt...Vielleicht können wir schon am Montag umziehen und im schlimmsten Fall erst Anfang Feber...Um die gute Nachricht zu feiern setzten wir uns gleich in die nächste Snack-Bar und bestellten cerveja (sewescha) = Bier. Als wir dieses bezahlen wollten fielen wir aus allen Wolken...80 Cent für ein Bier in einem Lolak...Wir sind im Paradies!!!!!!  So das waren unsere ersten beiden Tage in Porto...Ihc werde sobald ich eine bessere Verbindung habe auch die ersten Fotos hochladen...Andi am Meer, meine Aussicht aus dem Zimmer, mein Mitbewohner der Kanarienvogel,...