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18 February Fortgehgepflogenheiten in Porto - Hier tickt die Uhr etwas andersAn die Fortgehgepflogenheiten hier in Porto konnten wir uns anfangs nichts so recht gewöhnen aber mittlerweile kann man sagen, dass wir was das Fortgehen angeht schon richtige Portugiesen sind. Es fängt hier nämlich alles später an als wir es gewohnt sind und deshalb mussten wir anfangs immer nach Hause gehen wenn es hier erst richtig los ging. Wir fingen halt an gegen neun wegzugehen, tranken das billige Bier und um eins konnten wir wieder nach Hause gehen. Das Problem ist aber, dass sich hier die Lokale erst frühestens um eins füllen. Also mussten wir was ändern. Wie dann so ein Fortgehwochenende in Porto aussieht schilder ich euch jetzt:
Donnerstag 08.02.2007
Für diesen Tag stand eine Party unserer Uni an und deshalb machten wir uns mit einigen portugiesischen Komillitonen aus, dass wir nach der Vorlesung People and Skills Management essen gehen und dann gemeinsam auf die Party schaun werden. Ende der Vorlesung 22:00. Um 22:30 haben wir dann das Lokal erreicht. Das Lokal ist in der Nähe der Uni und anscheinlich ein sehr beliebtes Restaurant unter den Studenten der Uni. Es war ziemlich viel los da die Erstsemestler ihren Einstand feierten. Sie haben getrunken, gesungen, getanzt und die Uniband hat gespielt. Anscheinend ist das so üblich hier, dass jede Uni ihr eigenes Lied hat. Alle Studenten können das und singen dann auch kräftig mit. Nein, wir können es nicht. Um 00:30 ist man dann mal mit dem Essen fertig, trinkt noch eine Kaffee (ist doch eh klar um diese Zeit) und bricht langsam mal auf. Wir dachten, so jetzt gehts dann auf die Party. Falsch gedacht. Haben uns erklären lassen, dass es noch viel zu früh ist um in den Club zu gehen. Jetzt geht man erstmal in ein Lokal mit billigen Preisen um noch ein bissi was zu trinken. Um ca. 02.00 sind wir dann bei der Party angekommen und es war noch nicht so viel los. Erst um 03:00 wurde es so richtig voll. Wir haben dann noch alle anderen aus dem Heim getroffen und hatten richtig viel Spass. Naja, die Getränke waren etwas teuer. Sechs Euro für ein Wodkalemon. Tz...Sind ja Preise wie auf Zypern (Sorry, Christoph und Tom). Um ca. 06:30 war die Party dann vorbei und wir machten uns auf Richtung Studentenheim. Andi und ich waren noch ziemlich fit und haben beschlossen uns den Sonnenaufgang am Strand anzusehen. Mh, bei mir wurde leider nichts draus. Ich war 30 Minuten damit beschäfigt die besoffene Brasilianerin ins Bett zu bringen. Sie hat sich nämlich gedacht sie schlaft am Kuchentisch. War aber um diese Zeit nicht so toll da schon einige zum Frühstücken in die Küche kamen und die Putzfrauen auch schon da waren. Ich wollt ja nicht, dass die um ihren Kopf herumwischen müssen. Nach der Challenge hab ich es dann auch Strand geschafft und wir sind noch einige Zeit dort sitzen geblieben. Um 10:00 dann im Bett und Augen zu.
Freitag 09.02.2007
Aufgewacht um 19:30. Den Tag hab ich richtig ausgenutzt. Unter die Dusche und ab in die Küche um zu "frühstücken". Haben beschlossen uns Wiener Schnitzel zu machen. Um 21:30 waren wir mit dem Essen fertig und in der Zwischenzeit hat auch schon Michi angerufen und gefragt, ob wir zu einer Heimparty gehen wollen. Mh, man kann ja nicht schon wieder weggehen. Aber auf der anderen Seite dachten wir uns, was wir sonst machen sollen. Wir sind ja grad erst aufgestanden. Schlafen geht nicht und was unternehmen kann man um diese Zeit auch nicht wirklich. Michi hat uns abgeholt und wir haben uns auf den Weg Richtung Zentrum gemacht. Wir musten noch etwas einkaufen und sind zur Tankstelle gefahren. Beim Reinbiegen zur Tankstelle ist Michi gegen die Einbahn gefahre und schon hat uns die Polizei aufgehalten. Er hat dem Polizisten gleich gesagt, dass er kein Portugiesisch kann und hat Fahrzeugpapiere und Führerschein hergezeigt. Und dann das Beste. Sagt der Polizist auf Englisch, dass es verboten sei beim Autofahren zu telefonieren. Michi sagt: "Das weiß ich. Ich habe nicht telefoniert." Der Polizist: "Ja, wirklich?" Michi: "Ja, sicher." Hehe...Hat einfach irgendwas gesagt, nur weil er nicht wusste was "Sie sind gegen eine Einbahnstraße gefahren" auf Englisch heißt.
So gegen 00:00 sind wir dann in dem Studentenheim angekommen uns es waren schon ein paar Leute da. Als ich das Heim gesehen hatte, dachte ich mir, dass ich dort keine fünf Minuten wohnen würde. Dagegen ist ja unser Heim die reinste Luzusherberge. Die Leute die dort wohnen gehen zu Mc Donalds aufs Klo weil die im Heim so rausig sind. Naja, die Party war ganz lustig aber am Ende doch sehr seltsam. Irgendwann fingen alle an Flaschen auf den Boden zu werfen (Videomaterial von Michi vorhanden). Um 04:30 haben wir dann Michi nach Hause gebracht. Er hat sich am nächsten Tag bei mir fürs Fahren bedankt. Vielleicht sagen wir ihm einmal dass Andi gefahren ist und nicht ich.
Samstag 10.02.2007
Haben es geschafft etwas früher aufzustehn. 12:30. Haben uns mit Maria (Steiermark) im Zentrum getroffen und sind dann ins Shopping Centre gefahren. Richtig fertig vom Shoppen gings am Abend wieder ins Heim. Im Heim herrschte schon wieder totale Fortgehstimmung da Darec (Polen) Geburtstag hatte. Ich war überhaupt nicht in Fortgehlaune aber in der Küche wurde wieder anständig Party gemacht. Naja, und um 02:00 hab ich mich dann doch mit allen anderen in einen Club am Strand begeben. Andi und ich sind dann aber um 04:30 wieder von dort abgehauen da die Musik einfach nur furchtbar war und irgendwie hat die Fortgehmotivation auch schon etwas gefehlt.
Ja, es wird hier richtig viel fortgegangen und die Zeiten sind etwas gewöhnungsbedürftig. Aber es ist total wichtig, dass wir das machen. Eigentlich wollen wir es ja nicht aber wir müssen ja hier unsere sozialen Kontakte pflegen und die Leute kennenlernen oder wie Franck (Lektor People and Skills Management) es sagen würde: "Put your finger into Europe". Aber das ist eine andere Geschichte. TrackbacksThe trackback URL for this entry is: http://dorisemporto.spaces.live.com/blog/cns!2F2BC0F2EF13E66D!330.trak Weblogs that reference this entry
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